Wie kann ich mich zum Sport motivieren

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Man würde sich ganz gerne mehr bewegen doch schafft es nur schwer oder gar nicht den inneren Schweinehund zu überwinden. Vielen kommt das sicherlich bekannt vor. Es ist in der Tat gar nicht so einfach sich zu motivieren, vor allem nach einer vielleicht längeren und trägeren Winterpause. Doch die schönen und warmen Tage sind nicht mehr weit und da würde man doch ganz gerne eine halbwegs passable Figur in Bikini und kurzer Hose abgeben…

Doch das sollte bei weitem nicht der einzige Grund für mehr Bewegung bzw. Sport sein. Denn neben einer guten Figur spielen vor allem die positiven Effekte auf Gesundheit und auch der Moral eine wichtige Rolle wenn es um eine sportliche Tätigkeit geht.

Nur bleibt die Frage offen wie man sich zu einer regelmässigen sportlichen Betätigung am besten aufraffen kann. Der gute Vorsatz „ich sollte mehr Sport machen“ fällt oftmals ganz schnell wieder ins Wasser bevor er überhaupt auch nur ansatzweise umgesetzt werden konnte. Das führt oft zur Frustration über die eigene Laschheit. Doch es ist nicht unbedingt ein schwacher Charakter der dazu führt dass wir lieber gemütlich auf dem Sofa verbleiben anstatt durch den Park zu laufen. Das Gehirn spielt hier tatsächlich eine nicht unerhebliche Rolle.

Das Gehirn „schuld“ an der Motivationsblockade?

Denn die linke vordere Seite des Gehirn, das sog. Intentionsgedächtnis hat nur eine sehr schwache Verbindung mit dem Gehirnteil der die Freigabe zur Durchführung der Intention gibt. Die rechten hinteren Gehirnhälften empfangen das Signal der vorderen linken Gehirnhälfte nur ungenügend. Zwischen dem Intutions- und Ausführungsgehirnpartie besteht also eine Blockade, das erklärt unter anderem auch dass wir es manchmal mit der Motivation etwas schwerer haben.

Gewohnheiten ändern liegt nicht unbedingt in unserer Natur

Um einen Vorsatz umzusetzen müssen wir meistens eine oder mehrere Gewohnheiten ändern bzw. anpassen, wir müssen also aus unserer geliebten Komfortzone ausbrechen. Wer sich vornimmt mehr Sport zu treiben muss also dem Sofa regelmässig für eine kurze Zeit Adieu sagen, muss sich für eine Sportart entscheiden, sich im Studio anmelden, Sportkleidung besorgen, etc, etc…

Es ist also nötig dass wir unseren bisherigen Alltagsablauf unter Umständen etwas verändern müssen. Und das am besten auch langfristig und nicht nur für die ersten drei Wochen in denen die sportliche Aktivität noch motiviert durchgezogen wird. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, d.h. wer bisher wenig Sport betrieben hat, wird ein paar (positive) Umstellungen seines Lebens in Kauf nehmen müssen.

Wer aber bewusst eine Veränderung in Kauf nehmen möchte hat es viel leichter die nötige Motivation zu finden und wir nicht bei jeder Veränderung die er evtl. in Kauf nehmen muss das Handtuch schmeissen.

Welcher Sport ist für mich die richtige?

Auch dies ist eine wichtige Frage die geklärt werden sollte bevor man anfängt zu trainieren. Denn ohne Spass beim Sport hilft auch die grösste Motivation wenig. Die jeweilige sportliche Betätigung sollte mit Enthusiasmus geschehen. Denn sich jedes Mal durch Sportprogramm quälen bringt meistens keinen Erfolg.

Bevor man sich für einen Sport entscheidet solle man sich zudem fragen ob man ein Gruppenmensch ist oder doch eher alleine trainieren möchte. In der Gruppe trainiert es sich u.U. leichter denn man wird von den anderen Mitgliedern und der Gruppendynamik unterstützt. Allerdings muss man sich an Zeiten und Orte halten um zu trainieren.

Doch auch wer alleine trainiert kann sich durchaus selbst motivieren, vorausgesetzt er geht mit Spass an die Sache ran. Den inneren Schweinehund zu überwinden kann allerdings manchmal etwas schwerer sein da keine Motivation von Dritten zu erwarten ist. Doch ist man was Zeit und Ort des Trainings angeht freier.

Ein idealer Sport in der Gruppe ist z.B. das Nordic Walking. Vor allem auch für Anfänger eine tolle Sache um auf schonende Art und Weise fit zu werden und die Kilos purzeln zu lassen. Nordic Walking ist zudem ein sehr gelenkschonender Sport, das einzige was man wirklich benötigt sind ein paar gute Schuhe und natürlich ein paar Nordic Walking Stöcke. Durch dein Einsatz dieser wird die Fettverbrennung auf Hochtouren gebracht und lassen Pfunde schnell schmelzen. Zudem macht es auch noch richtig Spass in der Natur zu laufen.

Nordic Walking

Eine sportliche Betätigung die genauso viel Spass macht, genauso gelenkschonend und gleichzeitig viele Kalorien verbrennt ist das Hüpfen auf einem sog. Mini Trampolin. Ein Indoor Trampolin kann in den eigenen vier Wänden aufgestellt werden, auch vor dem Fernseher ideal, und schon kann es ohne Vorkenntnisse losgehen. Zehn Minuten auf dem Trampolin verbrennen so viel Fett wie 40 Minuten Jogging. Der ganze Körper wird gestrafft und trainiert ohne dass man sich quälen muss. Ein idealer Sport für alle die nicht besonders gerne joggen. Denn im Gegensatz zum Laufen merkt man die körperliche Anstrengung auf dem Mini Trampolin nicht.

Fitness Trampolin Indoor

Das sind nur zwei von vielen möglichen Ideen wie man für sich die passende sportliche Betätigung finden kann.

Zielsetzung: Mit dem sog. SMART Prinzip kann es klappen

Ohne Ziel keine Motivation. Das SMART Prinzip kann eine Hilfestellung in Sachen Motivation geben. Denn mit diesem Prinzip kann man sich ein klar formuliertes, messbares und realistisches Ziel setzen. Die Abkürzung SMART stammt von den fünf Begriffen Spezifisch, Messbar, Akzeptanz, Realistisch, Terminiert ab.

  • Spezifisch: Ein klar definiertes Ziel macht den Anfang jeder Motivation (z.B. ich möchte 2 mal die Woche Nordic Walking machen)
  • Messbar: Das gesetzte Ziel sollte messbar sein um es auch überprüfen zu können.
  • Akzeptanz: Voll und ganz hinter dem Ziel stehen und Veränderungen die dieses evtl. mit sich bringt akzeptieren
  • Realistisch: Das Ziel muss unbedingt erreichbar sein, also keine unrealistischen Massstäbe setzen wie z.B. in 3 Wochen laufe ich den ersten Marathon
  • Terminiert: Das ins Auge gefasste Ziel sollte zeitlich festgehalten werden. In wie vielen Wochen bzw. Monaten möchte ich mein Ziel erreicht haben

Die Basis für eine sportliche Motivation ist also die Zielsetzung. Denn ohne dies wird es schwer die nötige Motivation zu finden. Doch hat man ein oder auch mehrere kleine Ziele klar formuliert, kann man loslegen.

Dran bleiben

Einmal die passende Sportart gewählt, losgelegt und festgestellt dass man nach drei Wochen hochmotiviertem Training keine richtige Lust mehr hat? Tja, das kennt sicherlich jeder. Denn ist ist in der Tat nicht einfach sich zwei bis drei Mal in der Woche hochmotiviert zum Sport aufzumachen.

Um die Motivation hoch zu halten kann man auch etwas Abwechslung einbauen. Trampolin Montags, Donnerstag Yoga und Freitag einfach einen langen Spaziergang im Wald, etc… Je weniger Monotonie entsteht, je besser für die Motivation. Da wir ja wissen dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist, wird er sich aber trotz allem an das ausgesuchte Sportprogramm halten können :-).

Sobald man die ersten Ergebnisse sieht, sich fitter fühlt und vielleicht ja auch die gewünschten 3 Kilo abgenommen hat, bleibt die Motivation sicherlich leichter erhalten. Doch es heisst dranbleiben am Sportprogramm. Nach einer gewissen Zeit wird es zum Alltagsablauf gehören, man möchte es nicht mehr missen weil man sonst das Gefühl hat dass einem etwas fehlt…

Daneben dankt es einem auch der Körper sobald man sich regelmässig bewegt bzw. sportlich betätigt. Anfangs heisst es allerdings Zähne zusammenbeissen und durch! Doch hat man den sportlichen Rhythmus in den Alltag eingebaut ist es ein tolles Gefühl und die Belohnung ist ein schön geformter und straffer Körper. Natürlich wird auch unsere Fitness gesteigert sobald wir uns regelmässig einer sportlichen Betätigung widmen.