Welche Stöcke zum Wandern

Sollen meine Wanderstöcke aus Aluminium oder Carbon, höhenverstellbar oder sogar faltbars ein?
Soll ich lieber mit oder ohne Trekkingstöcken wandern? Welches Material beim Griff ist bequem und absorbiert den Schweiss am besten und über welche verschiedenen Verschluss-Systeme verfügen die verstellbaren Wanderstöcken?

Das Wandern ist des Müllers Lust… Aber nicht nur der Müller aus dem Gedicht von Wilhelm Müller, sondern auch Millionen von Deutschen wandern sehr regelmässig und mit grosser Freude. Es gibt für viele nichts schöneres als in die freie Natur loszuziehen und dort für ein paar Stunden flott zu marschieren. Ein paar gute Wanderstücke, feste Schueh, ein leckeres Picknick im Rucksack, eine gefüllte Wasserflasche, eventuell noch ein Solarladegerät für das Smartphone und schon kann es losgehen…

Doch bevor es zur nächsten Wanderung losgeht, lohnt sich evtl. ein Blick auf die verschiedenen Wander- bzw. Trekkingstöcke die angeboten werden. Wir haben anbei unsere persönlichen Favoriten zusammengestellt.

Unser Top Favorit Aluminium mit Drehverschluss:Songmics Wanderstöcke

Songmics Wanderstöcke

Diese 2 Wanderstöcke aus Aluminium (270 g pro Stock) überzeugen nicht nur durch ein sehr interessantes Preis-/Leistungsverhältnis sondern sind zudem auch durch einen Drehverschluss  höhenverstellbar von 65-135 cm, sind mit einem Federsystem zur Schockdämpfung ausgestattet und liegen Dank EVA-Schaum Griff sehr angenehm in der Hand.
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Unser Top Favorit Caron mit Klemmverschluss:ALIPIDEX Trekkingstöcke

Alipides Wild West Wanderstöcke

Diese 204 g pro Stock leichten Wanderstöcke aus Carbon überzeugen durch einen sehr fairen Preis, sind mit einem sehr einfach zu bedienenden und sehr sicheren und schnellen Klemmsystem ausgestattet und können damit in der Höhe von 62-135cm eingestellt werden. Interessant ist auch die praktische Griffverlängerung.
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Wanderstöcke gibt es in verschiedenen Materialien als auch höhenverstellbar oder zusammenfaltbar. Auch die Griffe sind nicht immer aus dem gleichen Material hergestellt. Auch preislich finden sich Unterschiede. Es ist daher gar nicht so einfach sich für die persönlich am besten geeigneten Trekkingstöcke zu entscheiden. Je nachdem wie oft man wandert, steht das eine oder andere Kriterium mehr oder weniger im Vordergrund. Doch es gibt für jeden Geldbeutel und so ziemlich alle Bedürfnisse die richtige Stockvariante.

1.Songmics Wanderstöcke: Aluminium, höhenverstellbar mit Drehverschluss, Dämpfungssystem

Wer sein Augenmerk beim Kauf von Trekkingstöcken vor allem auf ein sehr interessantes Preis-/Leistungsverhältnis richtet, der sollte sich das Songmics Modell sicherlich etwas genauer betrachten.

Die Stöcke werden als Paar geliefert und sind aus Aluminium gefertigt. Jeder Stock wiegt 270 g, sie liegen also angenehm leicht in der Hand und können relativ unkompliziert in der Höhe von 65cm bis 135cm verstellt werden. Somit können sie erstens für mehr als nur eine Person eingesetzt werden und zweitens kann die Höhe während der Wanderung bei Bedarf reguliert werden.

Weiter unten im Artikel findet sich die einfache Formel zur Berechnung der idealen Stockhöhe im Verhältnis zur Körpergrösse.

Die Stöcke können ganz einfach über einen sog. Drehmechanismus verkürzt oder verlängert werden. Hierzu das Stockrohr im Uhrzeigersinn drehen um den Mechanismus zu öffnen damit man den Stock entsprechend verstellen kann und danach gegen den Uhrzeigersinn zudrehen um zu fixieren. Eine Skalierung zur Höheneinstellung befindet sich jeweils auf dem oberen Stockteil.

So kann man die Stöcke auch mal verkürzen zum bergauf gehen bzw. etwas verlängern wenn man sich vor dem Abstieg befindet. Läuft man auf einer geraden Strecke sollten sich die Arme im 90 Grad Winkel befinden, so hat man die optimale Stockhöhe.

Allerdings sollte man bedenken dass die Einstellung der Stockhöhe etwas Übung benötigt, doch wer den Dreh mal raus hat kommt damit gut zurecht.

Die Griffe der Stöcke sind aus angenehm weichem und saugfähigem EVA Schaum gefertigt. Somit liegen diese gut und rutschfest in der Hand. EVA Schaum hat die Eigenschaft dass er Schweiss gut absorbieren kann.

Die an den Stöcken befestigte Handschlaufe lässt sich verstellen und ist innen mit weichem Fleece überzogen. Das ist sehr angenehm. Doch kann man die Handschlaufe nicht abnehmen. Dies ist nicht weiter störend, doch wer die Handschlaufe ab und zu mal waschen möchte, muss hier den Stock mit einkalkulieren.

Ein weiterer interessanter Punkt ist das eingebaute Anti-Shock-System, d.h. der Aufprall des Stocks wird automatisch etwas abgemildert. Das entlastet vor allem die Handgelenke, Schultern, Beine und Kniegelenke. Viele empfinden ein Dämpfungssystem als sehr angenehm und möchten es bei einem Wanderstock nicht missen. Es verhilft auch dazu dass die Verletzungsgefahr gemindert wird.

Die Spitze der Stöcke ist aus robustem Wolframstahl gefertigt. Im Lieferumfang enthalten sind neben den zwei Wanderstöcken auch noch diverse Kappen für verschiedene Bodenbeläge. So gibt es zwei Schutzkappen, zwei Asphalt Pads, zwei Teller für den Einsatz im Schnee, zwei Teller fürs Trekking sowie zwei s-förmige Schnallen. So kann man je nach Bedarf den richtigen Aufsatz wählen.

Was gefällt gut an dem Modell?

  • Preis
  • Leicht 270 g
  • Einfacher Drehverschluss
  • In der Höhe verstellbar
  • Diverse Teller und Pads im Lieferumfang enthalten
  • Bequemer Schaumstoffgriff
  • Handschlaufe einstellbar
  • Packmass 65cm

Was gefällt weniger gut an dem Modell?

  • Handschlaufe nicht abnehmbar
  • Stahlspitze nicht austauschbar

Fazit

Ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis zeichnet dieses Modell für uns aus. Wer mit einem Drehverschluss zurecht kommt, ein integriertes Dämpfungssystem möchte und Stöcke sucht welche man in der Höhe individuell einstellen kann, der sollte sich das Modell sicherlich etwas genauer betrachten. Zudem erhält man noch verschiedene Pads und Teller mit dazu und ist somit für verschiedene Bodenbeläge gerüstet.

Wichtig: Die Stöcke nach deren Einsatz reinigen. D.h. die Rohrsegmente abziehen und Innen- als auch Aussenseite putzen bzw. trocknen. Auch den Drehmechanismus sollte vor jeder Benutzung und auch danach zur eigenen Sicherheit überprüft werden.

2.Black Diamond Trail: Aluminium, höhenverstellbar mit Klemmverschluss

Dieses Modell von der bekannten und beliebten Marke Black Diamond besticht nicht nur durch seinen Preis sondern auch durch sein sehr zuverlässiges, sicheres und einfach zu handhabendes Flick Lock-System, ein sehr effizientes Klemmsystem um die Wanderstöcke in der Höhe verstellen zu können.

Die Stöcke bzw. die drei zusammenschiebbaren Seemente sind somit in der Höhe von 63,5cm bis 140cm verstellbar. Mit ihrem Packmass von 64cm sind sie damit auch gut an einem Rucksack anzubringen. Die Schnellverschlüsse an den Stöcken ist aus rostfreiem Stahl gefertigt. Die Skalierung für die Höheneinstellung kann auf den Stöcken abgelesen werden.

Die Aluminium Stöcke werden als Paar geliefert, jeder Stock hat ein Gewicht von 230 g.

Die gepolsterte Handschlaufe an jedem Stock ist aus robustem Gurtband gefertigt. Sie ermöglicht einen sehr sicheren und guten Halt darin. Die Handschlaufe kann bei Bedarf leicht verstellt werden.

Auch der Griff aus Schaumstoff ist sehr angenehm und sorgt für einen guten Halt. Interessant ist bei diesem Modell die rutschfeste Giffverlängerung, so kann man den Stock auch mal etwas weiter unten halten da die Grifffläche noch einen Teil des Stocks bedeckt.

Das Modell hat keine Dämpfung integriert, allerdings können die Karbidspitzen bei Bedarf ausgetauscht werden. Im Lieferumfang sind neben den zwei Stöcken auch noch zwei Schneeteller für den Einsatz im Winter enthalten.

Merke: Die Stöcke können bei Bedarf ganz einfach nachjustiert werden; hierfür benötigt es nur einen Kreuzschlitz-Schraubenzieher. Wer möchte kann diesen zur Sicherheit im Rucksack mitnehmen oder die Verschlüsse vor Einsatz – wenn nötig – kurz nachziehen.

Was gefällt gut an dem Modell?

  • Preis-/Leistungsverhältnis
  • Leicht 230 g
  • Schnelle und sichere Flick Lock Arretierung
  • Stabilität
  • Austauschbare Spitze
  • Griffverlängerung
  • Packmass 64cm

Was gefällt weniger gut an dem Modell?

  • Keine Dämpfung
  • Handschlaufe nicht abnehmbar

Fazit

Sicheren Halt, einfache und sichere Höhenverstellung der Stöcke sowie einen sehr fairen Preis zeichnen das Modell für uns aus. Sehr praktisch ist zudem die Verlängerung des Griffs sowie die Möglichkeit dass man die Spitzen der Stöcke austauschen kann. Allerdings verfügt das Modell über kein integriertes Anti-Shock System, doch wen das nicht stört der sollte sich diese Stöcke sicherlich genauer ansehen. Sie eignen sich zudem auch zum Skifahren dank der Schneeteller gut.

3.Alipidex Wanderstöcke: Carbon, höhenverstellbar mit Klemmverschluss

Wer auf der Suche nach Carbon Trekkingstöcken zu einem guten Preis-/Leistungsverhältnis ist, der sollte sich definitiv dieses Modell näher betrachten. Je Stock hat man hier ein Gewicht von 204 g in der Hand. Sie lassen sich durch ein einfaches unkompliziertes und sicheres Lock-Klemmsystem von 62cm bis 135 cm in der Höhe verstellen.

Auch der ergonomisch geformte Schaumstoffgriff liegt gut und sehr angenehm in der Hand. Schön ist auch hier – wie beim Black Diamond Modell – eine Griffverlängerung. So kann man schnell mal die Hände weiter unten am Stock anlegen. Insgesamt verfügt man hier über eine Grifflänge von 28cm.

Die Handschlaufe kann verstellt werden und ist mit einer Fleece Beschichtung ausgestattet. Sie kann allerdings nicht abgenommen werden.

Die Spitze der Stöcke ist aus Hartmetall gefertigt, sie kann nicht ausgetauscht werden.

Im Lieferumfang sind neben den zwei Stöcken auch noch jeweils zwei Teller für Trekking- als auch für Wintertouren enthalten sowie ein Paar Gummipads für das Laufen auf dem Asphalt.

Was gefällt gut an dem Modell?

  • Preis
  • Schön leicht 204g pro Stock
  • Einfach und sicheres Klemmsystem
  • Verlängerte Grifffläche
  • Schlaufe verstellbar
  • Packmass 62cm

Was gefällt weniger gut an dem Modell?

  • Spitzen nicht austauschbar

Fazit

Sehr leicht, einfach und sicher in der Höhe verstellbar, mit einer extra grossen Grifffläche versehen sowie preislich interessant, sind sie für alle die sich lieber mit Carbon als mit Aluminiumstöcken zum Wandern aufmachen sicherlich ein potentiell interessanter Partner.

4.Terra Hiker Wanderstöcke: Aluminium, faltbar, 35cm Packmaß

Wer wenig Platz in seinem Gepäck hat und trotzdem nicht ohne Wanderstöcke losziehen möchte, der sollte sich dieses Modell sicherlich näher betrachten denn diese faltbaren Aluminiumstöcke benötigen nur 35m Platz und wiegen pro Stock 280 g.

Ein verschleissfestes Stahlseil im inneren der Rohre verbindet die drei Stockelemente und sorgt dafür dass die Stöcke unkompliziert und schnell  zusammen- bzw. auseinander gefaltet werden können. Durch das Zusammenstecken und Einrasten der einzelnen Segmente wird das Seil gespannt und gibt dem Stock eine zusätzliche Sicherheit.

Zudem sind die Wanderstöcke auch noch in der Höhe verstellbar und können von 105cm bis 125cm verlängert werden. Die Arretierung der Stöcke erfolgt durch Feststellhebel von Aussen und sorgen dafür dass die Verlängerung hält. Einfach und effizient.

Die Griffe sind aus weichem EVA Schaumstoff hergestellt und absorbieren Nässe und Feuchtigkeit problemlos. Die Handschlaufen können verstellt werden.

Die Stöcke können in dem im Lieferumfang enthaltenen Beutel platzsparend versorgt werden.

Fazit

Ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis sowie ein sehr kleines Packmass von nur 35cm zeichnen diese Stöcke aus Aluminium aus. Sie sind schnell zusammen- als auch auseinander gefaltet, könne zudem über Feststellhebel sicher und einfach in der Höhe verstellt werden und liegen zudem auch noch angenehm in der Hand.

5.Swix Sonic X Trail Wanderstöcke: Carbon, faltbar, 39cm Packmaß

Nicht ganz günstig im Preis, doch dafür überzeugen die Carbon Trekkingstöcke mit einem sehr leichten Gewicht, 190 g pro Stock bei 110cm Länge, sowie mit einem Packmass von 39cm. Sie lassen sich nicht nur falten, sondern auch noch bis 20cm mehr als die Stöcklänge in der Höhe verstellen.

Die Stöcke bestehen aus drei Teilen und können sehr schnell und unkompliziert zusammen– bzw. auseinander gefaltet werden. Das Swix Sonic Verschluss-System ermöglicht zudem noch eine Verlängerung von zusätzlich 2ocm.

Die Stöcke werden in drei verschiedenen Längen angeboten, plus jeweils die potentielle Verlängerung von 20cm. So gibt es sie in der Länge von 100cm, 110cm bzw. 120 cm. Hier kann man eben jeweils dann noch 20cm hinzufügen bei Bedarf.

Die Griffschlaufen sind nicht gepolstert, können aber über Klettverschluss verstellt und praktischerweise auch abgenommen werden.

Der leicht ergonomisch geformte Griff ist aus Kork, das ist sehr angenehm für die Haut denn es lässt diese nicht schwitzen. Auch an eine praktische Griffverlängerung aus EVA Schaumstoff wurde bei der Herstellung der Wanderstöcke gedacht.

Die Spitze der Stöcke ist aus Hartmetall.

Fazit

Zwar muss man für dieses Stockpaar etwas tiefer in die Tasche greifen doch überzeugen sie durch ihre Leichtigkeit sowie ihr geringes Packmass. Sie sind schnell auseinander- und zusammengefaltet und auch die potentielle Verlängerungsmöglichkeit von max. 20cm ist eine sehr praktische Sache die leicht von der Hand geht. Im Lieferumfang sind allerdings weder Schneeteller noch eine Tasche zum Verstauen der Stöcke dabei.

Ist Wandern gut für die Gesundheit?

Diese Frage kann man mit einem ganz klaren Ja beantworten. Wandern ist nicht nur für das Gemüt gut und hilft u.a. gegen Depressionen, es ist auch ein wahrer Jungbrunnen für den Körper. Wandern ist Bewegung; Bewegung wiederum hat einen positiven Einfluss auf die Gesundheit, den Körper und den Geist. Wandern findet in der Natur statt und hat im Vergleich zum Fitnessstudio sicherlich den grossen Vorteil dass man sich Draussen bewegen kann, im Freien. Tausende von Sinneseindrücken können sich hier positiv auf unser Wohlbefinden auswirken. Wir sind nicht in einem Raum eingeschlossen, es herrscht Stille um uns herum und man kann in Ruhe die Natur- und Tierwelt erleben und bewundern.

So haben diverse durchgeführte Studie ergeben dass regelmässiges Wandern den Blutdruck senken sowie das Gewicht reduzieren kann als auch die Ausdauerleistung und die Koordinationsfähigkeit verbessert werden.

Wandern wirkt sich auch auf das Herz-/Kreislaufsystem sehr positiv aus. So können hier Risiken von Diabetes, Übergewicht und Bluthochdruck auf natürliche Art und Weise positive beeinflusst werden. Auch die Knochen und die Gelenke können vom Wandern profitieren. So hilft das Marschieren die Durchblutung und den Prozess des Knochenaufbaus zu verbessern. Dies kann wiederum auch gegen Osteoporose helfen. Durch das Wandern wird auch das Hirn gut durchblutet und dies wiederum hilft uns dabei unser Gedächtnis und Konzentration zu fördern. Auch die Haut wird beim Wandern gut durchblutet und erzeugt einen gesunden und rosigen Teint.

Wandern macht einfach Spass und zugleich auch noch glücklich. Denn gerade in unserer gehetzten und von Medien überschwemmten Zeit haben viele von uns eine Auszeit bitter nötig. Wandern hilft Stress abzubauen, denn der Blick in schöne Landschaften verhilft dem Gehirn sich in den Relax Modus zu schalten.

Macht der Einsatz von Trekkingstöcken Sinn?

Diese Frage mag sich sicherlich so manch einer stellen und vor allem die Menschen, die mit dem Wandern beginnen möchten. Soll ich mit zwei Stöcken losziehen oder komme ich auch ohne aus? Wo liegen die Vor- bzw. die Nachteile wenn ich Wanderstöcke in Einsatz bringen möchte?

Waren Stöcke zum Wandern anfangs eher noch belächelt und teilweise sogar verpönt, haben sie sich mittlerweile bei Jung und Alt durchgesetzt. Mittlerweile wurde der Wanderstock aus Holz von ultraleichten Wander- bzw. Trekkingstöcken aus Aluminium oder Carbon abgelöst.

Wanderstöcke sind zuerst einmal eine sinnvolle Sache denn sie entlasten beim Bergauf gehen die Arme, Beine und Oberschenkel und schonen beim Abstieg in erster Linie die Kniegelenke. Stöcke die beim Wandern zum Einsatz kommen entlasten bei richtiger Anwendung die Muskeln, die Gelenke als auch die Wirbelsäule. Bei anspruchsvollen Wanderpassagen und schwierigem Gelände können Wanderstöcke für einen besseren Halt und mehr Stabilität sorgen. Allerdings kann der ständige Einsatz von Wanderstöcken den Gleichgewichtssinn als auch die Koordination negativ beeinflussen. Denn man läuft Gefähr diese etwas zu verlieren, da man sich ja ständig auf die Stöcke verlassen bzw. abgestützt hat. Zwar können Stöcke wie oben erwähnt auf schwierigem Boden besseren Halt bieten, doch kann sich dies auch ins Gegenteil verkehren, nämlich dann wenn man mit den Stöcken z.B. auf glitschigem Stein abrutscht. Je schwerer das Gelände wird, desto unpraktischer wird im Zweifel auf der Stockeinsatz. Steigt man einen steilen Hang mit Wanderstöcken ab, macht man meistens automatisch grösser Schritte als ohne Stöcke da man ja sozusagen mit „vier Beinen“ unterwegs ist. Das widerum ist nicht besonders gut für die Kniegelenke und führt im Zweifel zu mehr als zu weniger Belastung. Daher darauf achten dass man den Abstieg immer mit kleinen Schritten – auch mit Stock – hinter sich bringt.

Wanderstöcke sind vor allem dann sinnvoll wenn man an Übergewicht leidet, sich vom Alter her die Wanderung ohne Stock nicht mehr zutraut oder das Gepäck zu schwer auf dem Rücken liegt. Auch wer Gelenkprobleme hat kann auf Stöcke zurückgreifen um die Gelenke zu entlasten.

Wo liegen die Vorteile von Wanderstöcken?

  • Entlastet Muskulatur
  • Entlastet Gelenke
  • Entlastet Schultern
  • Entlastet Wirbelsäule
  • Hilft dabei das Gleichgewicht zu unterstützen
  • Entlastet Kniegelenke beim Abstieg (vorausgesetzt man steigt mit kleinen Schritten ab)
  • Hilfreich für ältere Personen
  • Hilfreich für übergewichtige Personen
  • Mehr Sicherheit bei schlechter Sicht

Wo liegen die Nachteile von Wanderstöcken?

  • Gleichgewichtssinn wird bei ständigem Einsatz geschwächt
  • Koordinationssinn kann sich verschlechtern

Am sinnvollsten ist es wenn man mal mit und mal ohne Wanderstöcke loszieht. So kann man hier die Vor- und Nachteile eines Stockeinsatzes ausgleichen.

Welche Materialen werden bei Wanderstöcken eingesetzt?

Die meisten Trekkingstöcke sind entweder aus Aluminium oder Carbon hergestellt. Beides Materialein welche sich im Einsatz beim Wandern bewährt haben. Aluminium als auch Carbon haben ihre Vor- und Nachteile…

Wanderstock aus Aluminium vs. Wanderstock aus Carbon

Aluminium ist ein reaktives Leichtmetall welches durch Stabilität und Robustheit überzeugt. Carbon ist eine sehr leichte Kunststofffaser mit Kohleverstärkung und überzeugt durch sehr geringes Gewicht. Trekkingstöcke aus Aluminium sind preislich interessanter als die Modelle welche aus Carbon gefertigt werden. Beide Materialien erfüllen die Kriterien der Stabilität gleichermassen gut.

Wichtig: Trekkingstöcke aus Aluminium können sich zwar im Zweifel bei hoher Belastung etwas verbiegen, brechen aber nicht wie Stöcke aus Carbon. So läuft man mit einem Aluminiumstock nicht Gefahr sich auf der Wanderung durch Bruch des Stocks zu verletzen bzw. zu stürzen. Zwar sind Wanderstsöcke aus Aluminium immer etwas schwerer als ihre leichtgewichtigen Kollegen aus Carbon, doch wer auf anspruchsvolle Wandertouren seine Stöcke mitnehmen möchte, der ist mit einem Aluminium Modell auf der sicheren Seite…

Denn absolut wichtigste Kriterium bei einem Wander- bzw. Trekkingstock ist dessen Stabilität. Ist diese nicht gewährleistet, werden die Stöcke eher zu einer Gefahr als zu einer Entlastung beim Wandern. Dahinter folgt für viele allerdings dann auch gleich das Gewicht. Wer allerdings sein Augenmerk alleinig auf das Gewicht seines Wanderstocks bzw. Stöcke legt, der sollte zu einem Carbon Modell greifen.

Welche Verschlüsse gibt es bei den höhenverstellbaren Wanderstöcken?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einem Klemmverschluss, Drehverschluss sowie einem Faltsystem bei Trekkingstöcken.

Klemmverschluss: Mit dem sog. Aussgenklemmsystem kann man seine Wanderstöcke einfach und unkompliziert auf die gewünschte Höhe einstellen. Mit Hilfe eines Klemmverschlusses kann man die Höhe sehr exakt einstellen. Auch im Winter mit Handschuhen hat man damit kein Problem. Klemmverschlüsse lassen sich auch leicht nachjustieren und überzeugen durch eine lange Haltbarkeit. Allerdings sind die Stöcke mit einem Aussenklemmsystem meistens etwas schwerer im Gewicht und auch die Sperrigkeit nimmt zu. Die Stöcke lassen sich weniger kompakt unterbringen.

Drehverschluss: Auch mit diesem System lassen sich die Stöcke schnell und unkompliziert in der passenden Höhe einstellen. Drehverschlüsse sind allerdings im Winter mit Handschuhen eher schlecht zu bedienen und nutzen sich auch schneller ab als Klemmverschlüsse. Bei starker Belastung können sich die Stöcke evtl. zusammen schieben und das Verletzungsrisiko damit erhöhen. Allerdings sind sie schön kompakt und daher auch leichter am oder im Rucksack unterzubringen.

Faltsystem: Der Wanderstock kann hier wie eine Ziehharmonika zusammen gefaltet bzw. auseinander gefaltet werden. Ein zusammen rutschen der einzelnen Stockteile ist nicht möglich, somit ist dieses System sehr stabil und robust. Zudem sorgen Faltsysteme für eine hohe Kompaktheit der Stöcke. Wer Trekkingstöcke mit auf Reisen oder ins Flugzeug nehmen möchte ist bei einem solchen System richtig.

Wie erhalte ich die richtige Stocklänge für mich?

Wer die richtige Länge seiner Wanderstöcke wissen möchte kann sich einer einfachen Formel bedienen: Hierbei wird die eigene Körpergrösse in Zentimeter mit dem Faktor 0,66 multipliziert.

Aus welchem Material sind die Griffe beim Wanderstock?

Griffe sind nicht gleich Griffe bei Trekkingstöcken. Von Kork über EVA bis hin zu Kunsstoff werden als Griffvarianten angeboten. Hier sollte man vor dem Kauf also auf das Material achten sowie deren Vor- und Nachteile kennen.

Kork: Ist ein natürliches Material das sehr angenehm und weich in der Hand liegt. Kork sorgt zudem dafür dass die Hände nicht so schnell schwitzen. Auch Blasen bilden sich bei einem Korkgriff nicht. Allerdings werden Korkgriffe nach einiger Zeit etwas speckig.
EVA: Ist ein Ethyl-Vinylacetat-Schaum welcher auch in der Spielzeugherstellung oftmals verwendet wird. Der Stoff zeichnet sich durch hohe Hitze- und Lichtbeständigkeit aus. EVA Griffe sind schön weich und können den Schweiss der Hände absorbieren. Auch liegen solche Griffe gut und griffig in der Hand. EVA ist zudem auch sehr leicht.
Kunststoff: Ist vom Gewicht her schwerer als EVA oder Kork, vom Preis her allerdings oftmals interessanter. Doch die Hände schwitzen auf Kunststoff ziemlich leicht, der Schweiss wird nicht absorbiert und es können sich Blasen an den Händen bilden wenn man keine Handschuhe trägt.

Macht ein Dämpfungssystem in den Wanderstöcken Sinn?

Stöcke welche ein Anti Shock System integriert haben federn Stösse als auch das eigene Körpergewicht beim Aufsetzen auf dem Untergrund ab und sorgen somit dafür dass die Gelenke geschont werden. Ein Dämpfungssystem ist ein zusätzliches Stütztsystem mit welchen Trekkingstöcke teilweise ausgestattet sind. Es sorgt für eine weitere Stabilität und Sicherheit beim Wandern. Bevor das Anti Shock System greift, federn die Stöcke zuvor allerdings erst etwas ein. Wer sich in Situationen befindet in welchen er sofortigen sicheren Halt benötigt hat u. U. mit diesem System etwas Schwierigkeiten. Doch vor allem auf sehr hartem Untergrund – wie z.B. Asphalt – ist dieses System Gold wert. Wanderstöcke die mit einem Dämpfungssystem versehen sind, sind meistens auch etwas schwerer.

Ein oder zwei Stöcke zum Wandern?

Diese Fragen ist tatsächlich berechtigt, ist man in früheren Zeiten ja auch nur mit einem Wanderstock losgezogen. Doch die heutigen Modelle verkaufen sich eigentlich immer im 2er Set. Denn nur hiermit lässt sich die nötige und sinnvolle Entlastung und Unterstützung der Gelenke und des Körpers gewährleisten. Denn mit „vier“ Beinen ist man sicherer und stabiler unterwegs als mit drei da das Gewicht gleichmässig verteilt wird.

Siehe auch:
Die besten Trinkflaschen zum Wandern
Welche Uhr mit Höhenmesser ist gut?
Die besten Wanderhosen für Damen